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Lebenslinien

 Liebe Besucher/innen meiner homepage - viele Jahre hat diese Seite nur existiert, ohne in Gebrauch zu sein. Dies hatte (und hat immer noch) verschiedene Gründe, die nichts mit mir als Coach der Tipping-Methode zu tun haben, sondern mit mir als Mensch, als Frau, als Tochter, als Lehrerin.

Das Leben ist ein vielschichtiges Ding - wir alle haben einiges zu erzählen. Besonders in Zeiten der Not ist es gut, wenn wir Freunde haben, die gute Zuhörer sind. Ich hatte sie und habe ihre Unterstützung sehr geschätzt.

Jetzt habe ich mich entschlossen zu schreiben anstatt zu telefonieren. 

In unregelmäßigen Abständen werde ich an dieser Stelle erzählen, was das Leben so anzubieten hatte, bzw.hat für mich. Mag der eine oder die andere von Ihnen sich darin wiederfinden oder auch nicht.

Viel Spaß beim Lesen!

                   

  Ferien und andere Unwegbarkeiten

Die aufgeschobenen Termine sind abgearbeitet, das Haus einmal gründlich gereinigt, der kranke Kater mit wirksamer Medizin versorgt, der Garten schrittweise beackert (zumindest vor dem Haus).  

Die Ferien können beginnen.

Da werden Millionen von Eiern vernichtet. Panik breitet sich aus - wir vergiften uns, oh je, wir werden vergiftet.

Die Empörung ist verständlich. Die Empörung ist berechtigt, oder?

An welcher Stelle haben wir in diesem Lande immer noch nicht verstanden, dass es nicht gut ist, Produkte von gequälten Tieren zu verzehren, mit oder ohne Fipronil? Dass wir mit unserem Bedürfnis nach Fleisch, Milch, Eiern Milliarden von Lebewesen das Leben zur Hölle machen?

Als ich mich entschied vor einigen Jahren Veganerin zu werden, wusste ich nicht, wie kompliziert das ist. Keine tierischen Produkte zu verzehren, das schien zunächst einfach. Bis eine meiner Schülerinnen in meiner Ethik-Gruppe einen Vortrag über Veganismus hielt.Sie hatte sich schon mit 12 Jahren von aller Ausbeutung von Tieren abgewandt.

Da hörte ich zum ersten Mal, dass ich keinen Honig mehr essen sollte, keine Wollpullover oder Lederschuhe tragen darf. Man könnte das für übertrieben halten. Man könnte sagen: Tiere haben schon immer die Menschen genährt, gewärmt, versorgt.

Nur, niemand hat sie gefragt, sie wurden nicht in die Entscheidungen der Menschheit einbezogen, sie wurden einfach benutzt.

Ein 14jähriges Mädchen hat mir, der umweltbewussten, gut informierten Mittsechzigerin erklärt, dass Kühe einmal jährlich geschwängert werden müssen, damit sie Milch geben - sie nannte es Vergewaltigung. Sie beschrieb, wie männliche Küken massenvernichtet werden, weil sie nicht gebraucht werden, nachdem sie geschlüpft sind. 

Und worüber machen wir uns doch gleich Gedanken? Ach ja, wir wollen diesen Planeten zu einem besseren Ort machen.

Es gibt in der Tat viel zu tun.